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Der Club verspielt weiter Fankredit


21. September 2014 – 6. Spieltag

Die nächste Schlappe für den Club. Mit einem gefühlten 0:6 verabschiedet sich der FCN für längere Zeit aus dem Kreis der Aufstiegsaspiranten. Das Wort „Wiederaufstieg“ sollte aus Realitätsgründen erst mal aus dem FCN-Sprachgebrauch gestrichen werden.

Diese Leistung war eine Frechheit. Ein Schlag ins Gesicht der 3.000 mitgereisten Club-Fans sowie aller anderen leidgeprüften Anhänger im Land. Was die Mannschaft bis auf Keeper Schäfer vor allem in der ersten Halbzeit beim Gastspiel in Karlsruhe bot, war ein unwürdiges Laienschauspiel!

Ein 0:3 nach 45 Minuten ist schon eine Schmach – vor allem wenn ich sehe, wie das Ergebnis zustande gekommen ist. Was für ein wirrer Haufen, der sich da präsentiert: Das „Abwehrverhalten“ war eine Katastrophe und die „Angriffsbemühungen“ glichen kopflosem Rumstümpern. Slapstick pur. Nur gelacht haben leider wieder einmal nur die Anderen.

Zaunfahnen eingerollt

Ich bin restlos bedient und höre mir aus Protest die zweite Halbzeit der Liveübertragung auf Sport1 FM gar nicht mehr an. Der Sonntag ist eh schon fürn Arsch. Noch schlimmer ergeht es jedoch den rot-schwarzen Fans im Wildpark-Stadion. Sie können nicht einfach ausschalten und dürfen sich neben der unterirdischen Leistung der Mannschaft auch noch den Hohn und Spott der KSC-Fans gefallen lassen.

Zur Halbzeit nehmen sie ihre FCN-Zaunfahnen ab, machen aufgebracht ihrem Unmut Luft und stellen ihre vorher lautstarke Unterstützung ein. Stoisch und verärgert ertragen sie den Rest des Spiels. Der Fankredit wird weniger.

Zum Glück schaltet der KSC einige Gänge zurück und verwaltet das Ergebnis – Kräftesparen ist angesagt, schließlich steht die nächste Partie der englischen Woche schon am Mittwoch an. Das war anscheinend auch das Motto des FCN im gesamten Spiel.

Kurz vor Schluss hält Schäfer noch einen Handelfmeter. Es bleibt beim 0:3, das sich aber wie ein 0:6 anfühlt. Vorgeführt. Kein Spiel auf Augenhöhe.

Grundtugenden nicht vorhanden

Man kann in einem Spiel zweier Aufstiegsaspiranten schon mal verlieren, aber es kommt auf das WIE an. Wer in einem solch wichtigen Aufeinandertreffen jegliche Grundtugenden des Fußballspielens vermissen lässt, muss sich Fragen nach seiner Berufsauffassung gefallen lassen.

Zur Sicherheit seien einige Grundtugenden kurz aufgezählt: Laufbereitschaft, in die Zweikämpfe gehen, Einsatzwillen, Leidenschaft. Ganz elementare Dinge, die man schon in der F-Jugend lernt. Von taktischen Raffinessen wie Pressing und schnellem Umschaltspiel nach vorne möchte ich lieber gar nicht erst anfangen.

Offensive zum Gruseln

Unterm Strich hat der Club sich keine richtige Torchance erspielt. Schon wieder eine komplett harmlose Offensivleistung. Schon wieder reicht ein Rückstand und die Mannschaft ist total aufgeschmissen. Wirklich gruselig. So geht man auch in der 2. Liga unter. Eine schmerzhafte Erkenntnis und der Club rutscht in der Tabelle auf Platz 13 ab mit einem Torverhältnis von minus fünf. Ich kann vor lauter Freude gar nicht mehr aufrecht laufen.

Nächstes Spiel dieser englischen Woche steht am Mittwoch beim starken Aufsteiger in Heidenheim an. Es gilt eine Menge wettzumachen, sonst ziehen am Valznerweiher unerfreuliche Herbststürme auf. Es braut sich bereits einiges zusammen, doch Siege können noch helfen.

 

Die ausführliche Spielanalyse zur Begegnung gibt’s bei kicker online.

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