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Arbeitssieg fürs Seelenheil


14. Dezember 2014 – 17. Spieltag

Die rot-schwarze Seele atmet auf. In Aalen landete der Club seinen zweiten Auswärtssieg und beendet die Vorrunde auf dem 9. Platz. Schöne Momentaufnahme: In der Tabelle zog der FCN am grün-weißen Rivalen aus der Westvorstadt vorbei. Deswegen ist zwar noch kein Schampus geflossen – doch zumindest schon zwei Bier mit Kumpels.

Der Abschluss der Vorrunde geriet doch noch zu einem Lichtblick: Nicht was das Spielerische angeht, sondern das Ergebnis und die Defensivleistung. Mit 2:1 rang der Club den VfR Aalen nieder. Es war das erste Aufeinandertreffen überhaupt in einem Pflichtspiel. Die Tabellenkonstellation in den Niederungen des Ligakellers versprach nicht unbedingt einen fußballerischen Leckerbissen an diesem dunkel-tristen Sonntag. Doch der Ruhmreiche hat mit seinem Auswärtsdreier die drei Adventskerzen angezündet.

4.800 Club-Fans begleiteten das Team in die Ostalb nach Aalen und sorgten für Heimspielatmosphäre unter den 11.000 Zuschauern. Ebenfalls positive Vorzeichen versprach die Schiedsrichteransetzung: Schiri Willenborg aus Osnabrück pfiff den Club beim bis dato einzigen Auswärtssieg in Berlin. Ein gutes Omen für abergläubische Seelen.

Lücke findet zweimal Lücke

Es geht auch gleich prima los. Über das Internetradio von Sport1 höre ich, wie die Club-Fans mächtig Radau machen. Noch prächtiger wird die Stimmung als Füllkrug – Spitzname „Lücke“ – in der 11. Minute von hinten anrauscht und die Flanke von Sylvestr wuchtig aus sechs Meter in die Maschen köpft. YES, so gefällt mir das!

Der Club hat die Partei weitestgehend im Griff, lässt hinten kaum etwas zu und versucht sich zumindest an geordnetem Offensivspiel. Doch zu schlampig werden die Angriffe und Konter vorgetragen, so dass die erste Halbzeit unspektakulär auf spielerische dürftigem Niveau dahindümpelt. Macht nix, zumindest führen wir.

Nach dem Pausentee nahm die Partie Fahrt auf und Aalen wollte den Ausgleich. Doch stattdessen landet Lücke nen Doppelpack: Freistoß aus 25 Metern in der 60. Minute. Füllkrug zirkelt die Kugel über die Mauer an den Innenpfosten und von dort landet er im Netz. Geniales Ding!

Doppeltorschütze „Lücke“ Füllkrug war happy:

„Das ist heute natürlich ein schöner Tag für mich. Ich habe in dieser Saison schon ein paar Tore vorbereitet, jetzt habe ich auch mal zwei gemacht. Wichtig ist aber nicht der Einzelne, denn wir wollen mit der Mannschaft erfolgreich sein. Wir hätten den einen oder anderen Konter besser zu Ende spielen müssen, aber am Ende zählt auch nur das Ergebnis. Dass so viele Fans hierher mitgekommen und uns unterstützt haben, ist weltklasse.“

Dämliches Elfmetergeschenk

Der FCN ist auf der Siegerstraße und mit einem Grinsen rechne ich mir die aktuelle Tabelle aus. Doch die Freude währt nur vier Minuten – dann befördern wir die Ostalbstädter wieder ins Spiel: Bulthuis grätscht unnötigerweise den Aalener Stürmer knapp im Strafraum von den Beinen. Aalen verwandelt den fälligen Elfmeter links unten zum Anschlusstreffer. Dämlich und ärgerlich.

Den Rest des Spiels höre ich im Auto weiter. Sowohl Ausgleich als auch Vorentscheidung sind drin: Aalen köpft freistehend links vorbei und Kochs Drehschuss klatscht nur an den rechten Pfosten. Also weiterzittern.

Der Club ersetzt Sturmspitze Sylvestr durch Pino und spielt nur noch auf Ergebnishalten. Aalen drückt und hat viele Freistoßmöglichkeiten, jedoch verlieren sie nahezu jedes Kopfballduell und verpassen den Ausgleich.

Siegerbier mit Kumpels

In der Nachspielzeit erhält unser holländischer Dummerjan Bulthuis auch noch den roten Karton, weil er bereits gelbverwarnt den Ball beim Einwurf nicht hergibt. Mann oh Mann – wieder ein gesperrter Verteidiger. Doch der Altmeister verzögert letztlich erfolgreich und feiert seinen zweiten Auswärtssieg nach einer kampfbetonten und kräftezehrenden Partie.

Mein erleichterter Jubelgesang „Der FCN ist wieder da“ lässt die Autoscheiben beschlagen und kurz darauf bin ich am Ziel. Mit den Kumpels Dany und Mike zische ich zwei Adventsbiere auf den Sieg und den Abschluss der Hinrunde. Die Tabelle könnte zwar weitaus besser sein, war aber vor einer Woche auch schon deutlich schlechter.

Tabelle_Vorrunde_2014

Weiter geht’s in die englische Woche mit dem nächsten Auswärtsmatch beim Kellerkind Aue am Mittwoch. Ein Punkt sollte auf jeden Fall drin sein. Mehr ist ebenfalls willkommen. Es ist noch genügend Luft nach oben.

Die ausführliche Spielanalyse zur Begegnung gibt’s bei kicker online.

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