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Blindheit mit Vorsatz?


17. Oktober 2015 – 11. Spieltag:

Mein Ärger ist noch immer nicht ganz verraucht. Großzügige Chancenvergeudung und noch krassere Schiri-Fehlentscheidungen machen aus einem 2:0-Sieg nur ein 1:1. Inzwischen vermute ich, dass der Betrug fast schon Methode hat. Lieber DFB: So macht‘s keinen Spaß mehr!

Wo soll das noch hinführen? Wie viele krasse Fehlentscheidungen, die Tore und Siege kosten, muss der Club in dieser Saison denn noch erdulden? Ist das nur unglücklicher Zufall oder gar gehässige Methode? Warum führt der DFB nicht endlich verpflichtend den Videobeweis ein? Fragen über Fragen, die nicht nur seit letztem Samstag in meinem Kopf rumschwirren.

Ehrliche Arbeit, nur nicht vom Schiri

So trostlos wie der Samstag begann, sollte er auch enden. Anstatt mich im Stadion zu tummeln, verlustierte ich mich im Nieselregen und schaufelte tonnenweise Kies für neue Gehwege im Garten. Aber wenigstens mal eine ehrliche Arbeit, die durch die Internetradio-Übertragung des Clubspiels noch positiv begleitet wurde. Es hörte sich gut an, was der Ruhmreiche den knapp 24.000 Fans bot.

Hätte das Schiedsrichtergespann genauso ehrliche Arbeit geleistet wich ich, hätten wir einen 2:0 Sieg eingefahren. Doch so überwog die graue Herbsttristesse und eine gefühlte Niederlage.

Prinzipiell hat der FCN ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Hatte den Gegner im Griff und stand defensiv stabil – was ja in dieser Saison durchaus eine bemerkenswerte Ausnahme ist. Noch vorne spielte der FCN druckvoll und hatte viele Torchancen. Alleine Schöpf hätte neben dem 1:0 noch drei weitere Buden machen MÜSSEN. Diese wurden aber allzu leichtfertig vergeben, was mein einziger Kritikpunkt ist an der Mannschaft ist. Soweit, so gut. Ein knapper Heimsieg gegen Frankfurter, die offensiv fast gar nichts zustande brachten, hätte ja trotzdem gereicht. Auch wenn die alte Fußballbinsenweisheit besagt: „Wenn du vorne die Dinger nicht reinmachst, wird das hinten vom Gegner bestraft.“ Wenn das der Gegner tut, lass ich mir das gefallen, auch wenn es mich maßlos ärgert. Aber wenn der Schiri dich zweimal verpfeift, bringt das Frank den Vulkan zum Brodeln – und das Schiri-Gespann hat genau das getan!

Geklautes Tor

Die erste eklatante Fehlentscheidung gab es in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit: Ein Heber von Leibold über den heranstürmenden Torwart landete fast einen halben Meter hinter der Linie, bevor der Abwehrspieler den Ball wegdrosch. Klares Tor für den Club, was eigentlich jeder sah. Nur das komplette Schiedsrichtergespann eben nicht!

Club-Frankfurt_nicht-gegebenes-Tor

Was für ein Wahnsinn! Tor geklaut und so ging es nur mit 0:0 in die Halbzeit. Es ist schone eine Ironie des Schicksals, dass in der 1. Liga die neu eingeführte Torlinientechnologie dieses Tor klar erkannt und den Treffer auf die Anzeigentafel gebracht hätte. So bliebt nur die bittere Erkenntnis: „Hätte, hätte, Fahrradkette!“

Mit Wut im Bauch und hochrotem Kopf schaufelte ich weiter Kies.

Lächerlicher Elfer

Aber damit nicht genug: Die mehr als unglückliche Liebschaft zwischen dem Ruhmreichen und den Schiedsrichtern bekam einen weiteren tiefen Kratzer im Beziehungslack ab. Denn in der 93. Minute entschied der Schiri nach einem harmlosen Laufduell auf Elfmeter für den FSV Frankfurt. Der nahm das Geschenk in der Nachspielzeit dankend an und verwandelte zum Ausgleich. Danach Abpfiff. Wieder einmal wurde der Club böse verpfiffen. Ein gellendes Pfeifkonzert – die Volksseele im Stadion kochte.

Ich lamentierte und schaufelte mir den Frust von der Seele. Wobei der hochrote Kopf nicht von der Anstrengung kam! Der brodelnde Vulkan in mir brach erneut aus, als ich dann in der Sportschau den Spielzusammenfassung sah. Die bittere Erkenntnis schon wieder um zwei Punkte betrogen worden zu sein, machte aus dem völlig unnötigen Unentschieden eine gefühlte Niederlage.

Erneut fordere ich endlich den Videobeweis im deutschen Profifußball, damit bei vermeintlichen Toren sichergestellt werden kann, dass es definitiv Tor oder eben nicht Tor war! Diese Gleichheit und Gerechtigkeit muss für alle Mannschaften gelten, sonst geht der Spaß am Fußball KAPUTT!

Rotierende Torhüter

Ein weiterer Wehrmutstropfen an diesem Samstag war die unfreiwillig wieder neu entfachte Torhüterfrage. Denn das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Während der Woche macht Trainer Weiler den Leitwolf Schäfer nach dessen Knieverletzung wieder zum Stammtorwart. Rakovsky wird wieder Nummer 2 und Kirschbaum sitzt nach zuletzt schwachen Leistungen plötzlich nur noch auf der Tribüne.

Wie es ein fast schon lächerlich klischeehaftes Hollywood-Drehbuch will, verletzt sich Schäfer im Spiel und muss nach einer Viertelstunde bereits wieder vom Feld. Seine Wadenzerrung entpuppt sich nach der MRT-Untersuchung als schwere Muskelverletzung. Mindestens sechs Wochen Zwangspause und das Fußballjahr 2015 ist für ihn definitiv gelaufen.

Und plötzlich ist Weiler wieder zwingender denn je auf Rakovsky UND Kirschbaum angewiesen – zwei Keeper, denen er bereits das Vertrauen entzogen hat. Keine guten Voraussetzungen, dass beide befreit im Tor stehen und plötzlich ohne Nervenflattern ne Topleistung bringen können. Aber vielleicht entfacht die Kritik und Degradierung jetzt stattdessen den Ehrgeiz und Kampfgeist der beiden. Ich hoffe darauf.

Man darf gespannt sein, wie sich der Club nächstes Wochenende beim Aufsteiger Duisburg schlägt. Mir fällt kein Auswärtssieg seit 1986 ein, den der FCN bei den Zebras landen konnte. Wäre mal wieder an der Zeit. Vielleicht haben die Schiris bis dahin wieder den Durchblick …

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