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Tanzbär mit Sepsis


29. Januar 2017 – 18. Spieltag:

Der Rückrundenauftakt gegen Dresden ging nach mauer Leistung in die Hose. Lediglich das offene Transferfenster sorgt für frischen Wind und weht noch vier neue Spieler in Nürnbergs Kader. Damit sind die Tage des sepsischen Tanzbären hoffentlich gezählt.

Endlich hat das Warten ein Ende: Sowohl was den langersehnten Rückrundenauftakt gegen Dresden anging als auch die Frage, ob sich der Club noch verstärken wird? Am 31. Januar um 18 Uhr waren zwar die offenen Fragen beseitigt, die Zweifel dürften jedoch weiterhin bleiben.

Düpierter Tanzbär

Im ersten Pflichtspiel nach Burgstaller war die rot-schwarze Fangemeinde mehr als gespannt, wie sich der FCN in der Offensive präsentieren würde. Es war in Summe leider ein mittelmäßiger Auftritt gegen die Dynamos aus Dresden mit einem enttäuschenden Ergebnis. Mit 1:2 ging das Heimspiel verloren. Am Ende jubelten die Dresdner mit ihren 10.000 mitgereisten Fans erstmalig über einen Sieg in der Noris. Auch wenn Kassenwart Meeske sich über die zahlreichen Gästefans gefreut hat, nervt es mich doch tierisch, wenn 10.000 Nicht-Clubberer in unserm Achteck eine Siegesparty veranstalten. Den 26.000 Club-Fans im Stadion dürfte es ähnlich gegangen sein. Danke an Twitterer „Steffen ‏@2_steffen“ für das Foto der Gästekurve.gaestefans-dresdenSchuld war an dieser Niederlage gar nicht die schlechte Offensivleistung. Klar, Matavz und Teuchert habe einige gute Chancen überhastet versemmelt. Aber es ist müßig zu spekulieren, ob Burgstaller diese effizient verwertet hätte. Guido beim FCN ist Geschichte, wir sollten uns alle damit abfinden und ihm nicht mehr hinterher weinen!

Viel gravierender und ausschlaggebend für die Niederlage war am Sonntagnachmittag dagegen das Auftreten von Sepsi. Wieder einmal Sepsi! Zum ich weiß gar nicht wievielten Mal in dieser Saison verschuldete er Gegentore. Gegentore, die eigentlich allesamt zu vermeiden gewesen wären. Zu vermeiden mit vernünftigem Stellungsspiel und solider Abwehrarbeit. Das sollte doch alles kein Hexenwerk für einen erfahrenen und gestandenen rumänischen Nationalspieler sein – zumindest meint man das. Denn auf dem Platz lässt er von diesen Minimalanforderungen an einen linken Verteidiger so ziemlich ALLES vermissen. Wie ein taumelnder Tanzbär wurde er wieder zweimal düpiert, was zu zwei absolut vermeidbaren Gegentoren geführt hat. So reichte Dresden dann ein cleveres Runterspielen und etwas Glück, um den Auswärtssieg mitzunehmen.

Bye-bye dank Deadline-Day

Ich „trumpele“ eigentlich selten bis nie auf einzelnen Spielern herum und mache sie für Niederlagen verantwortlich, aber bei Sepsi ist das Maß des Zumutbaren nun endgültig erreicht! Bei mir wie auch vielen anderen Club-Fans. Was für ein blutiger AMATEUR, der uns zum x-ten Mal die Niederlage eingebrockt hat! Einfach nur zum Kotzen, wie er ständig den Erfolg des Teams torpediert.

Aber seine Tage in der Startelf sind nun definitiv gezählt: Spätestens seit Dienstagabend um 18 Uhr. Gerade so auf den letzten Drücker hat der FCN die Verpflichtung eines Linksverteidigers bekanntgegeben. Und zahlreiche Fans in den sozialen Netzwerken haben erleichtert aufgeatmet – es war ein nervenaufreibender, aber amüsanter Deadline-Day auf Twitter.

Constant Djakpa heißt der ersehnte Neuzugang, der künftig für den Club als Linksverteidiger mit der Rückennummer 15 auflaufen wird. Der 30-jährige Ivorer hat fast 120 Partien in der ersten und zweiten Bundesliga für Leverkusen, Hannover und Frankfurt gespielt und war zuletzt vereinslos. Djakpa hat bisher acht Länderspiele für die Elfenbeinküste bestritt. In Summe ein erfahrener Abwehrspieler, der dem Ruhmreichen gut tun wird. Schlimmer als Sepsi dürfte es kaum werden!

Vier weg und vier dazu

Ja, das Transferkarussell hat am Montag und Dienstag ordentlich Schwung aufgenommen und der Club hat kräftig mitgedreht. In Summe haben vier Spieler den Profikader verlassen: Guido Burgstaller nach Schalke, Vertragsauflösung mit Jakub Sylvestr sowie die Ausleihen von Enis Alushi (Maccabi Haifa) und Philipp Hercher (VfR Aalen).

Neu dazu kam mit Mikael Ishak glücklicherweise noch eine erfolgsversprechende Offensivkraft. Der Schwede Ishak kommt vom dänischen Erstligisten Randers FC und lief unter anderem schon für den 1. FC Köln auf. Der Club musste für ihn 350.000 Euro Ablöse plus erfolgsabhängige Nachzahlungen berappen und der Vertrag läuft bis 2020. Hoffentlich gut investiertes Geld. Bin gespannt, ob er seine zuletzt gezeigten Torqualitäten mit 35 Toren in 76 Spielen auch beim Ruhmreichen zur Geltung bringen kann.

Ansonsten gab es noch für mich zwei überraschende Transfer fürs Mittelfeld: Philipp Förster kommt vom SV Waldhof Mannheim und kostet laut der Bild eine Ablöse von 80.000 Euro. Sein Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen. Zudem kommt bis zum Saisonende auf Leihbasis vom SC Freiburg der 23-jährige Lucas Hufnagel.

Erwartungshaltung an Investitionen anpassen

Meiner Meinung nach sind wir eigentlich im Mittelfeld ordentlich bestückt, aber andererseits kann sich so unser Team bereits in der Rückrunde finden und einspielen, um dann nächste Saison nicht mehr den großen Umbruch durchmachen zu müssen.

Denn in Summe kann es nur so für den Club gehen: Junge, talentierte Spieler holen, die noch nicht viel Ablöse kosten und deren Gehaltsniveau noch übersichtlich ist. Diese bildet der FCN weiter aus, macht sie zu gestandenen Spielern, die dann teurer weiterverkauft werden können. Darauf wird der Club für viele Jahre angewiesen sein – wir Fans sollten uns damit arrangieren und unsere Erwartungshaltung dementsprechend an die angespannte Finanzlage anpassen.

Habt ihr nach dem verlorenen Heimspiel und den Neuzugängen immer noch Bock auf mehr und neue Zuversicht? Ihr könnt weiterhin an der Umfrage teilnehmen, wie die Rückrunde unseres FCN verlaufen wird.

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2 Kommentare zu “Tanzbär mit Sepsis

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