Ein Kommentar

Erst der Klassenerhalt, dann die Million


6. Mai 2017 – 32. Spieltag:

Der Club siegt endlich wieder auswärts und macht rechnerisch den Klassenerhalt fix. Ist damit die Saison gelaufen? Mitnichten, denn jetzt geht es um die Million.

Nach den Ergebnissen vom Freitagabend spitzte sich der Abstiegskampf in der 2. Liga noch mehr zu: Die Auswärtssiege der Löwen in Dresden und von St. Pauli in Lautern ließen das hintere Tabellenfeld noch enger zusammenrücken. Der nach der Vorrunde fast abgeschlagene Tabellenletzte St. Pauli hat plötzlich den Club überholt und springt mit 41 Punkten auf den siebten Platz! Stattdessen könnte der FCN mit einer Niederlage im Nachbarduell gegen Sandhausen plötzlich neu in die Bredouille geraten. Was für ein kurioser Abstiegskampf in der Liga, bei der neun Mannschaften in Gefahr sind.

Minimalziel erreicht

Aber der Club beendete jegliche Form der Rechenspiele und schob der potenziellen Abstiegsparanoia einen Riegel vor: Mit einem 1:0 Auswärtssieg in Sandhausen ist der Klassenerhalt endgültig fix.

Ein gewohnt kampfbetontes Spiel, bei dem beide Teams leidenschaftlich agierten, aber immer auch diverse Defizite aufblitzen ließen. Doch letztlich konnte der Club trotz einiger haarsträubender Abwehrschwächen endlich wieder einmal ein Spiel auswärts und zu Null gewinnen. Sabiri erzielte mit seiner Kopfballbogenlampe den einzigen Treffer der Partie und markierte den wichtigsten Unterschied.

Der Ruhmreiche hat jetzt 42 Zähler auf dem Punktekonto und kann aus eigener Kraft rechnerisch nicht mehr absteigen – lediglich eine seltene planetarische Konstellation mit einem Riss im Raum-Zeit-Kontinuum könnte noch einen Abstieg herbeiführen. Aber darauf kann man (wahrscheinlich) nichtmal bei den englischen Buchmachern wetten.

Kampf um die Million

Damit findet zum Glück der kuriose Abstiegskampf in der Liga nun definitiv ohne den FCN statt und man darf erleichtert aufatmen. Schon komisch, dass man sich als Cluberer am 32. Spieltag über den Klassenerhalt freuen muss. Die Ziele waren eigentlich anders gelagert.

Aber ist damit die Saison gelaufen und man kann die letzten zwei Partien locker ausklingen lassen oder gar abschenken? Mitnichten!

Denn der Club hat es selber in der Hand, mit zwei erfolgreichen Partien und günstigen Umständen eine Million zu verdienen. Natürlich ganz legal – ganz ohne Buchmacher! Die komplizierte Vergabe der TV-Gelder und die heuer erreichte Abschlussplatzierung sind der Schlüssel zum Moneten-Glück. Vereinfacht ausgedrückt:

Braunschweig ist unser Hauptkonkurrent, weil er den Club in der Fünfjahreswertung der TV-Gelder eventuell überholt. Gewinnt der Ruhmreiche jedoch seine beiden letzten Spiele, dann ist mindestens der siebte Platz in der Tabelle sicher. Wenn nun gleichzeitig Braunschweig nicht aufsteigt und am Saisonende nicht mehr als fünf Plätze vor dem FCN landet, dann ist der Club um eine Million Euronen reicher. Denn auf diese Weise behält er seinen guten dritten Platz in der Fünfjahreswertung der TV-Gelder und wird nicht von Braunschweig überholt. Kling kompliziert, ist auch so.

Fränkischer Sankt-Nimmerlein-Tag

Auf jeden Fall doch ein schöner Motivator für den FCN, den Saisonendspurt nochmal so richtig ernst zu nehmen. Und am Schluss winkt vielleicht sogar ein weiterer Jackpot – nämlich das Verhindern des fränkischen Sankt Nimmerleins-Tages, weil der Club wie in den 64 Jahren davor in der Abschlusstabelle vor den Fürthern landet. Wäre durchaus wichtig für das Fortbestehen des Raum-Zeit-Kontinuums …

Hach, wie ist das aufregend. Wir sind der Club – egal in welcher Dimension.

Werbeanzeigen

Ein Kommentar zu “Erst der Klassenerhalt, dann die Million

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s