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Märchen aus 1000 und einem Tor


25. November 2017 – 15. Spieltag:

Das war ein Ausrufezeichen! Der Club gewinnt erstmals seit 1968 wieder in Braunschweig und ist zurück im Aufstiegsrennen. Zudem gab es noch ein ganz besonderes Torjubiläum durch unseren Schwedenknipser.

Es gibt Spielzeiten, in denen knackst du viele Serien. Heuer ist so eine – da gelingt sogar ein Auswärtssieg bei Eintracht Braunschweig. Zum letzten Mal gelang dem Ruhmreichen dieses Kunststück im Oktober 1968. Die Vorzeichen waren also eher gemischt: Der Club hat in den letzten vier Partien in Braunschweig lediglich ein Pünktchen ergattert und ansonsten eher kläglich verloren.

Umso erfreulicher der starke Auftritt vom letzten Samstag – und wie fast immer war eine Menge Spektakel geboten: Eine 1:0-Führung des FCN mündete postwendend in den Ausgleich und dann sogar den 1:2-Rückstand in der 64. Minute. Diesen Rückstand egalisierte wiederum postwendend der Club und drehte das Spiel zu einem 3:2 in der 84. Minute. Nach knapp zehn Minuten Bibbern und Bangen, Flehen, Fluchen und Haareraufen pfiff der Schiri ab. Der historische Auswärtssieg war besiegelt.

Er trifft und trifft und trifft

Und wieder einmal hatte ein Spieler einen ganz besonderen Anteil daran – Mikael Ishak. Nicht nur, dass unser Schwede unermüdlich die ganze Partie über rackerte und immer dort hinging, wo es wehtut. Nein, er vollstreckte auch noch eiskalt seine Chancen.

Ishaks Treffer zum 2:2 war zudem auch noch ein ganz besonderes Tor: Es war der 1000. Zweitliga-Treffer in der Geschichte des Ruhmreichen. Ein tolles Torjubiläum, das momentan eigentlich nur von ihm hatte erzielt werden können. Weil er schon so schön in Fahrt war, hat er gleich noch das Tor 1001 nachgelegt. Seine Kopfballbogenlampe ins lange Eck überlupfte Braunschweigs Keeper und landete im Netz. Es war der vielumjubelte Siegtreffer, den die Mannschaft und die 2.500 mitgereisten Clubfans euphorisch feierten. Die fühlten sich wahrscheinlich versetzt in ein Märchen aus 1000 und 1 Nacht.

Mikael Ishak konnte seine Hochstimmung beim anschließenden Interview nicht verbergen: „Das Spiel war heute schwer, dass wir dann so ein Finish hinlegen, ist natürlich perfekt. Zwei Tore zu machen und zu gewinnen – das ist ein super Gefühl. Dass es das 1000. Zweitliga-Tor war, ist ein schöner Nebeneffekt. Der späte Ausgleich gegen Kiel hat uns sehr geärgert. Man hat heute gemerkt, dass wir es nach dem 1:2 unbedingt noch umbiegen wollten. Schön, dass uns das gelungen ist.“

Es freut mich sehr für unseren Wintereinkauf, dass es endlich so gut für ihn läuft. Eine Mischung aus Torriecher, unermüdlichem Einsatz, viel harter Arbeit und auch dem nötigen Quäntchen Glück. Aber insgesamt elf Saisontore können nicht nur Zufall sein. Von einem Fehleinkauf dürfte absolut keine Rede mehr sein. Weiter so Mikael. Wir haben noch lange nicht genug.

Enge Kiste – breit und spitz

Auf jeden Fall war der Sieg enorm wichtig. Der Club darf sich als Sieger des Spieltages fühlen – vor allem weil Düsseldorf verloren hat und Kiel, Berlin und Ingolstadt nur Unentschieden gespielt haben. Ein Dreier, der richtig gut tut und den dritten Platz bedeutet. Betrachtet man die Tabelle, dann trennen Platz 1 und Platz 5 gerade einmal sieben Punkte. Eine enge Kiste an der Tabellenspitze.

Dann trifft auch die kurios anmutende Fußballfloskel von Berti Vogts vollends zu: „Die Breite an der Spitze ist enger geworden.“

Allerdings nicht zu verwechseln mit dem Ausspruch von Wolfram Wuttke: „Immer wenn ich breit bin, werd ich spitz.“

Nichts desto trotz gilt nun für das letzte Liga-Heimspiel vor der Winterpause: Bloß nicht abheben und Sandhausen unterschätzen! Die spielen bisher ebenfalls eine erfolgreiche Vorrunde. Und wenn es blöd läuft, läufts wie vor einem Jahr: Der Club war komplett überlegen und verlor vollkommen überraschend. Daher schlage ich vor, dass wir uns diesen Nonsens sparen, unser Heimspiel gewinnen und zum Ausklang der Hinrunde mit breiter Brust zum Spitzenspiel nach Düsseldorf fahren.

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