Ein Kommentar

Rot-schwarze Auswärtsmacht


26. Januar 2018 – 20. Spieltag:

Durch den knappen Sieg im Auswärtsspiel bei Union Berlin erklimmt der Club den direkten Aufstiegsplatz, weil Konkurrent Kiel in der Westvorstadt strauchelt. Jetzt wäre ein Heimdreier gegen Aue genau richtig, um den Tabellenstand zu festigen.

Es geht schon alles verdammt schnell. Nur drei Tage nach dem 2:2 gegen Regensburg rehabilitiert sich der Club und gewinnt mit 1:0 bei Union Berlin. Von der Stärke der Mannschaften her eigentlich ein Spitzenspiel, jedoch ist Union tabellarisch in den letzten Wochen seit der Trainerentlassung von Jens Keller ins Mittelfeld abgerutscht. Daher war die Freitagabendpartie gegen den FCN ein Schlüsselspiel für die Eisernen, die den Aufstieg als Saisonziel ausgegeben haben.

Vor vollem Haus lieferten sich beide Teams ein intensives und spannendes Match. In Summe zwar nur wenige nennenswerte Torchancen, dafür aber viel Leidenschaft, Kampf und Biss bei prächtiger Stimmung im Stadion.

Lautstark und leidenschaftlich: 2.300 Club-Fans unterstützen den Ruhmreichen in der Alten Försterei. Danke an Konstantin‏ @Pinolatoastbrot aus meiner Twitter-TL für das Foto.

Effizienz vorne und hinten

Der 1:0 Kopfballtreffer durch Ewerton sowie die engagierte kompromisslose Spielweise der Glubberer während der ganzen Partie hielt die Stimmung vor allem im rot-schwarzen Fanblock auf konstant hohem Niveau.

Wenn dann auch noch Edgar Salli sich kurz nach seiner Einwechslung in ein Handgemenge mit Unions Hosiner verwickeln lässt, dann geht der Emotionspegel weiter nach oben. Beide erhielten für den Griff an die Gurgel mitsamt Gerangel einen Platzverweis. Beide waren gut 15 Minuten vorher eingewechselt worden und postwendend vom Platz geflogen. Die Strafe dafür geht in Ordnung – heute wurde Salli für zwei Spiele von der DFL gesperrt.

Zum Glück fiel die Rote Karte nicht ins Gewicht und hat den Sieg gefährdet. Auch wenn Union in der ersten Halbzeit vier gute Chancen hatte, war der Club stabil. Vor allem in der zweiten Halbzeit waren die Eisernen zwar um den Ausgleich bemüht, aber ernstzunehmende Torchancen gab es keine mehr. Spätestens ab der 70. Minute konnte sich der Altmeister aus der Umklammerung der Eisernen befreien und erreichte mit spielerischen Mitteln wieder die Oberhand. Schade nur, dass einige vielversprechende Konter schlampig und unpräzise zu Ende gespielt wurden. Aber wenn du vorne eine Bude machst und hinten keine kassierst, dann bist du effizient und gewinnst.

Enges Verfolgerfeld

Der Club ist mit sieben Siegen auf fremden Plätzen die beste Auswärtsmannschaft der Liga. Zum Lohn geht’s mit 37 Punkten auf Platz 2, weil die Kieler in der Westvorstadt nur Unentschieden gespielt haben. Schon krass, wie eng das Verfolgerfeld gestaffelt ist. Platz 4 und Platz 10 trennen gerade einmal vier Punkte. Diese Teams können sich theoretisch noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

Das Gute für den Club: Jeder kann jeden schlagen.

Das Schlechte für den Club: Jeder kann jeden schlagen.

Daher sind sechs Punkte Vorsprung auf den vierten Platz eine erfreuliche Momentaufnahme die gut tut, mehr aber auch nicht. Daher wäre es klasse, wenn der Ruhmreiche sein bärenstarkes Auswärtsgesicht auch im heimischen Achteck zeigt. Also bitte am Freitag nachlegen und das Heimspiel gegen Aue gewinnen. Dann wird es auch kaum Pfiffe geben.

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Ein Kommentar zu “Rot-schwarze Auswärtsmacht

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