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Löwen fressen Zebras


18. Februar 2018 – 23. Spieltag:

Spitzenreiter FCN! Der Club hat mit einem 3:1 Heimsieg im Spitzenspiel gegen Duisburg die Tabellenführung übernommen. Gleichzeitig ist auch der Vorsprung auf die Nichtaufstiegsplätze weiter gewachsen. Der Traum vom Aufstieg nimmt Konturen an.

Die Sorge war berechtigt und waberte vor dem Spiel über dem Max-Morlock-Stadion: Wie wird die Mannschaft den Ausfall von Top-Torjäger Mikael Ishak wegstecken? Lässt er sich halbwegs ersetzen oder wird die Verletzung den Club im Aufstiegsrennen zurückwerfen? Nach Spielende gabs die Antwort: „Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey!“ und „Ooooooooh, der FCN steigt weder auf, der FCN steigt wieder auf, der FCN steigt wieder auf!“ sangen die Fans freudetrunken und jubelten ausgelassen mit den rot-schwarzen Siegern.

Der Club als Zweiter hatte es in dem Spitzenspiel geschafft, sich gegen den Vierten MSV Duisburg letztlich doch souverän mit 3:1 durchzusetzen. Es war die erste Niederlage für die Meidericher, die vorher sieben Partien nicht mehr verloren hatten. Damit haben die Zebras in dieser Saison drei Spiele inklusive DFB-Pokal gegen den Club verloren – das Torverhältnis mit 3:11 schon ein mittleres Desaster.

Doppelschlag und Volley-Geschoss

Doch leicht war der Heimsieg vor über 25.000 Zuschauern nicht! Auch wenn es dem Club in die Karten spielte, dass er bereits nach 23 Minuten mit 2:0 in Front lag. Doppelschlag Behrens, der erst einen Elfer präzise links unten verwandelte und dann einen Steilpass über den Keeper rechts ins lange Eck lupfte.

Trotzdem gab sich Duisburg nicht auf und spielte unbeeindruckt weiter. Auch wenn sie nicht zu Torchancen kamen, gelang der Anschlusstreffer noch vor der Pause. Club-Keeper Bredlow hat kräftig mitgeholfen: Bei einem Schlenzer des Duisburgers Stoppelkamp verschätzte er sich und wähnte den Ball am langen Eck vorbeirauschen. Doch die Kugel segelte knapp neben dem Pfosten ins Tor. Fabi staunte vedutzt – nur noch 2:1. Kann passieren, gab den Zebras allerdings unnötig Auftrieb in der zweiten Halbzeit. Obwohl der Club eigentlich alles unter Kontrolle hatte, wurde das Spiel nochmal spannend. Der Club agierte zunehmend nervöser und ließ sich hinten reindrängen.

Bis zur 72. Minute. Eckball für den Club und Duisburgs Keeper boxt das Leder hoch aus dem Strafraum. Doch dort wartet Löwen und nimmt die Kugel volley mit der linken Klebe. Der Schuss wird zum Geschoss, dreht sich, klatscht an den rechten Innenpfosten und von dort in die Maschen! Was für ein Hammer! Was für ein Traumtor! Erleichterung bei den Club-Spielern, die den Torschützen Löwen in der Jubeltraube verschlingen. Tja, Löwen fressen Zebras – so ist das eben nicht nur in der freien Wildbahn.

Köllner besser als Düsseldorfer

Der Rest war dann wieder ein überzeugend auftretender FCN. Duisburg spielte jetzt volles Risiko und der Club konterte. Dem nach langer Verletzung eingewechselten Zrelak wäre fast noch das 4:1 gelungen, doch er scheiterte freistehend am Torwart. Hätte der Club seine weiteren Kontermöglichkeiten etwas präziser ausgespielt, dann wäre es erneut ein Debakel für Duisburg geworden. Aber auch das 3:1 reichte aus für einen verdienten Heimsieg im Spitzenspiel. Der verletzte Ishak wird sich ebenfalls erleichtert gefreut haben, dass das Nürnberger-Kollektiv seinen Ausfall prima weggesteckt hat.

Bei der anschließenden Ehrenrunde ließ sich auch Club-Trainer Köllner nicht lumpen: Er applaudierte versöhnlich dem Nürnberger Publikum, gegen das er in den letzten Tagen und Wochen immer mal wieder wegen aus seiner Sicht ungerechtfertigter Pfiffe gestichelt hat. Vergessen und abgehakt.

Neben Applaus gab es auch noch den ersten Tabellenplatz als Belohnung – mit einer Headline, die wohl jedem Düsseldorfer die Zornesröte ins Gesicht treibt: „Köllner besser als Düsseldorfer!“ Aber wichtiger als die Tabellenführung, die zwar eine wunderschöne Momentaufnahme darstellt, ist letztlich die Tatsache, dass der Club den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf insgesamt sieben Punkte vergrößern konnte. Der Vorsprung auf den vierten Platz beträgt sogar neun Punkte. Der Traum vom Aufstieg nimmt Konturen an. Doch damit er wahr werden kann, ist auch weiterhin viel Konzentration und harte Arbeit nötig. Jetzt bloß nicht irgendeinen Gegner unterschätzen. Aber ich bin überzeugt: Wir packen das!

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