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Leidenschaftlich ans Tabellenende


18. Dezember 2018 – 16. Spieltag:

Die englische Woche geht mit dem gleichen Ergebnis weiter, wie sie begonnen hat: mit einer 0:2 Niederlage. Diesmal hat der Club seine Auswärtspartie bei den Fohlen verloren, auch wenn er sich gut verkauft und engagiert Paroli geboten hat. Bitter für die Tabelle ist zudem, dass Konkurrent Düsseldorf dem Herbstmeister Dortmund zeitgleich die erste Saisonniederlage zugefügt hat. Schnappatmung meets Sorgenfalten beim neuen Tabellenschlusslicht.

Wer kennt sie nicht, die ruhmreiche Fohlenelf von Borussia Mönchengladbach. Was sie seit den 1970er Jahren auszeichnet, ist ihr schneller Konterfußball. Dass die Gladbacher von dieser Stärke nichts eingebüßt haben, führten sie dem Club vor Augen.

Bei beiden Toren in der 47. und 85. Minute haben sie den Altmeister blitzschnell ausgekontert und ganz schön alt aussehen lassen! Beiden Toren ging unmittelbar eine Standardsituation für den FCN voraus. Ein Standardsituation, die eigentlich Torgefahr erzeugen sollte. Hat sie auch – nur letztlich auf der falschen Seite. Zweimal fuhr die Borussia ihre berüchtigten Konter und hat dem Club vor Augen geführt, dass er irgendwie zu langsam ist für diese erste Liga.

Ausgekontertes Schlusslicht

Mit den zwei Gegentoren war der Club letztlich noch gut bedient. Bei konsequenter Chancenverwertung der Fohlen hätte es auch schnell wieder eine Klatsche werden können. Die hochkarätigen Torgelegenheiten hätten einen Fünferpack durchaus hergegeben…

Trotzdem ist der Mannschaft nicht viel vorzuwerfen: Sie hat leidenschaftlich gekämpft und sich gewehrt. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitgespielt und Druck aufgebaut. Bis zum finalen 0:2 lag sogar der Ausgleich in der Luft. Zwei bis drei gute Torchancen gab es, doch sie blieben ungenutzt.

Am Ende verlierst du 0:2 und hast zum dritten Mal kein Tor erzielt. Seit insgesamt zehn Partien gab es keinen Dreier mehr. Weil die Konkurrenz im Abstiegskampf dagegen gepunktet hat, ist der Club auch rechnerisch seit Mittwochabend dort, wo er gefühlt schon seit Wochen ist: Ganz am Ende der Tabelle.

Trotzreaktion oder Schockstarre?

Ironie des Schicksals, dass Mitaufsteiger Düsseldorf dem frischgekürten Herbstmeister Dortmund die erste Saisonniederlage zugefügt hat. Eine schmerzhafte Ironie.

Ob der letzte Tabellenplatz neue Kräfte beim FCN freisetzen wird, versehe ich erstmal mit einem großen Fragezeichen. Der Club empfängt Freiburg – fast schon ein Abstiegsendspiel, um nicht mit einem hoffnungslosen Punkterückstand in die Winterpause gehen zu müssen.

Derzeit sind es vier Punkte bis zum rettenden Platz 15. Trotzreaktion oder Schockstarre? Himmel oder Hölle? Das werden wir am Samstag beim letzten Saisonspiel des Jahres 2018 erfahren.

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2 Kommentare zu “Leidenschaftlich ans Tabellenende

  1. […] Leidenschaftlich ans Tabellenende […]

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  2. Knackig und prägnant geschrieben.
    Am Wochenende muss unser Glubb zwei Dinge ändern: mehr Chancen herausspielen und in Tore ummünzen sowie bei eigenen Ecken und Freistößen gut gegen Konter absichern. Ansonsten gibt’s zum Fest die Hölle auf Erden. Zumindest fußballerisch. Und welcher Glubberer will das schon. Selbst beispiellose Leidensfähigkeit ist enden wollend!

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