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Steig ab an einem anderen Tag


4. Mai 2019 – 32. Spieltag:

Absteigen ist anscheinend gar nicht so einfach. Nach der 0:2 Auswärtsniederlage in Wolfsburg bleiben immer noch zwei Spieltage, um einen fünf Punkte Rückstand auf den VfB aufzuholen. Klingt nach einem Fußballwunder. Warum eigentlich nicht?

Der Auswärtsauftritt in Wolfsburg geriet wie so viele in dieser Saison: Richtig gut mitgehalten. Anfangs sogar das Spiel kontrolliert. Der letzte Pass kommt wie so oft nicht beim Mitspieler an, so dass selbst potenziell aussichtsreiche Einschusspositionen gar nicht erst zustande kommen und mutwillig verschleudert werden. Dann fängst du dir ein Slapstick-Gegentor ein und gerätst komplett aus der Spur. Ich ahne schon seit Wochen, dass die ständigen Rückpässe auf Mathenia und das Quergeschiebe vorm eigenen Strafraum mal bestraft werden. War absehbar. Der Rest war Anrennen, ohne wirkliche Torgefahr zu erzeugen. Also alles wie immer. Auswärtsniederlage inklusive.

Kein Abstieg zum Geburtstag

Genau das hatte ich befürchtet. Mein Worst-Case-Szenario sah allerdings noch vor, dass der VfB sein Spiel bei der Hertha gewinnt und der Club somit auch rechnerisch abgestiegen wäre. Aber die Schwaben haben uns diesen „Gefallen“ nicht getan und ihrerseits ebenfalls auswärts verloren. Hätte prima gepasst, dass den Ruhmreichen an seinem 119. Geburtstag der Abstieg ereilt. Aber so hat uns der VfB zumindest ein kleines Geburtstagspräsent gemacht.

Das hat die Clubspieler anscheinend nochmal euphorisiert, die nach wie vor an eine realistische Nichtabstiegschance glauben:

Hanno Behrens: „Wir wissen, dass wir jetzt zwei Siege brauchen. Noch ist es möglich, wir werden uns reinhauen und glauben daran.“

Christian Mathenia: „Es ist schade, dass wir uns für unseren Aufwand nicht belohnt haben. Wir haben es phasenweise echt gut gemacht und uns heute selbst geschlagen. Nächste Woche kommt es zum Showdown.“

Lukas Mühl: „Wir haben noch zwei Spiele, die müssen wir beide gewinnen. Uns stehen zwei Endspiele bevor.“

Siegen oder Fliegen

Ja, auch diese Durchhalteparolen hören wir jetzt seit vielen Wochen. Es ehrt sie, dass sie nicht aufgeben wollen. Aber irgendwann müssen sie endlich liefern, denn jetzt gehen definitiv die Spiele aus.

Noch zwei Spiele. Das Szenario ist klar: Der Club muss beide Spiele GEWINNEN und gleichzeitig darauf hoffen, dass der VfB nicht mehr als EINEN Punkt holt. Dann hätte der Altmeister es tatsächlich geschafft, aufgrund des BESSEREN Torverhältnisses nicht direkt abzusteigen. Ob ich das tatsächlich noch erleben darf?

Machts wie Liverpool

Dann hätten wir uns zumindest in die Relegation gerettet – ein Fußballwunder! Aber spätestens seit Dienstagabend wissen wir, dass Wunder im Fußball tatsächlich passieren können. Liverpool und Tottenham haben es vorgemacht und schier aussichtslose Rückstände in triumphale, aber nervenzerfetzende Siege verwandelt.

Das wäre ein Szenario, dass ich mir für den Club gut vorstellen könnte. Denn wir wissen ja: Wenn der Club eines kann, dann ist es DRAMA! Also fiebern wir dem Heimspiel gegen Gladbacher entgegen. Danach sind wir schlauer, oder eben auch nicht. Absteigen ist anscheinend gar nicht so einfach, selbst für den mutmaßlich neunmaligen Rekordabsteiger FCN.

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3 Kommentare zu “Steig ab an einem anderen Tag

  1. Franks Cluberitis ist eine typische Symptomatik, die treuherzige Glubb-Fans befallen hat. Sie ist als Auszeichnung zu verstehen. Erfolgsfans brauchen wir nicht. Nur solche, deren Leidenschaft keine Liga kennt. Ob Augsburg oder Aue, Stuttgart oder Sandhausen, München oder Meppen: Hauptsache FCN! #wiederaufstieg2020

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  2. […] Steig ab an einem anderen Tag […]

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