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Wohldosierter Senf


29. Juli 2019 – Saisonauftakt in eigener Sache:

Die neue Saison für den FCN hat begonnen. Nun zwar wieder eine gewohnte Klasse tiefer, aber Liebe kennt bei uns Clubberern ja sowieso keine Liga. Trotzdem wird sich auf diesem Blog etwas ändern: Das Clubgeflüster meldet sich künftig zwar seltener zu Wort, dafür aber genauso intensiv. Lest warum.

Als mein Blog Clubgeflüster in der Rückrunde 2014 das rot-schwarze Licht der Welt erblickt hat, war der Club gerade mitten im Abstiegskampf. Wenige Wochen später stand wieder einmal ein Abstieg aus der Bundesliga fest. Es war der Achte. Danach verlustierte sich der Ruhmreiche vier abwechslungsreiche Spielzeiten in der 2. Liga, bevor er wieder den Sprung in die Beletage feiern konnte. Zielstrebig sicherte sich der Altmeister anschließend den Titel „Rekordabsteiger“, weil man postwendend im Mai 2019 wieder abstieg. Somit schließt sich der Kreis – wir sind wieder in der guten alten 2. Bundesliga. Alles wie gehabt. Gibt Schlimmeres. Liebe kennt keine Liga.

Mein Senf-Kreislauf

Auch für mich als Blogger schließt sich der Kreis nach fünfeinhalb Jahren: Eine intensive Zeit, bei der ich jedes Pflichtspiel ausführlich begleitet, kommentiert und meinen Senf dazugegeben habe. Und es war immer mein persönlicher Senf – ehrlich, emotional, aufbrausend, ironisch, schnippisch, romantisch, pathetisch – daher stehe ich auch nach wie vor zu eigentlich allen Blogbeiträgen, weil sie sich zu diesem Zeitpunkt richtig angefühlt haben. Klar, bei manchen Dingen hat sich meine Sichtweise im Laufe der Zeit verändert, aber hinterher ist man immer schlauer. Aber auch dabei war stets mein Leitgedanke: Kritik kontrovers und leidenschaftlich anbringen, aber nie mit Hass und Häme.

Danke an Gastautoren und Promoter

Insgesamt habe ich 263 Beiträge veröffentlicht, davon stammten auch neun Beiträge von Gastautoren: Thorsten Winter (3), Kai Wörner (2), Katrin (2), Harry Hammer (1) und Pit (1). Ihr habt nen tollen Job und das Clubgeflüster noch vielseitiger gemacht. Herzlichen Dank an euch!

An dieser Stelle natürlich auch ein ganz dickes Dankeschön an das Redaktionsteam von „Clubfans United“ und „FCN aktuell“, die mit ihren regelmäßigen Retweets und Verlinkungen meiner Beiträge geholfen haben, die Reichweite meines Blogs zu erhöhen. Somit hatten noch mehr Clubberer das Glück oder auch Pech, über meinen Blog zu stolpern.

Gleiches Herzblut, weniger Frequenz

Auf jeden Fall eine Entwicklung, auf die ich stolz bin. Die aber auch viel Arbeit mit sich bringt. Trotz aller Passion, die das Schreiben für mich bedeutet, steckt in jedem Beitrag ein nicht unerheblicher Zeitaufwand: Da es sich nie um kurze Alibi-Artikel mit zwei bis drei Absätzen handelt, fließen doch einige Stunden Freizeit in jeden Beitrag. Freizeit, die aufgrund beruflicher und privater Anforderungen und Veränderungen knapp ist und künftig wohl noch knapper wird.

Daher steuere ich dem jetzt entgegen, bevor das Bloggen für mich lediglich zur Last und Pflichterfüllung wird und Freude und Passion verlorengehen könnten: Künftig wir die Zahl meiner Beiträge zwar weniger, aber dafür steckt mindestens genauso viel Herzblut drin, wie bisher. Ich melde mich immer dann zu Wort, bevor es mich zerreißt. Da ich nach wie vor als 12. Mann mit Dauerkarte die Heimspiele im Stadion verfolgen werde, mach ich mir keine Sorgen, dass mir der Stoff für neue Geschichten ausgeht, die ich bisher nicht schon mal erzählt habe.

Aber künftig werde ich eben ein paar Geschichten weniger zu Tastatur bringen. In der Zwischenzeit sehen wir uns im Stadion oder lesen uns auf Twitter.

Danke an meine treuen Leser. Bleibt mir trotzdem gewogen. Bis zum nächsten Beitrag.

Euer Frank, das Clubgeflüster

7 Kommentare zu “Wohldosierter Senf

  1. […] Wohldosierter Senf […]

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  2. Oh, das klingt ja fast wie ein Abgesang? Wäre schade, denn die Internet-Vielfalt beim Glubb ist schon was besonderes. Aber ja, das Schreiben ist schon Zeit, die man sich nehmen muss – oder nach dem Spiel wenn alle schon am Trinken sind, tippt man noch. Is net immer a Spaß.

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  3. Okay. Schreiben sollte Spaß machen, und nicht zur „Ich muss jetzt unbedingt was raushauen“-Gewohnheit verkommen. Ich pflege ja einen ungefähren 2-Wochen-Rhythmus, wobei ich je Blogeintrag etwa 60 bis 80 Minuten aufwende. Das ist also vom Aufwand her eigentlich nicht die Rede wert. Man liest sich.

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    • So ist es. Ist ja ein Hobby und nicht der Job. Und man unterschätzt den Zeitaufwand, den ein Beitrag mit durchschnittlich 6.000 Zeichen, Bildauswahl und – bearbeitung letztlich erfordert. Daher lieber seltener bloggen, aber dafür weiterhin mit Herzblut und Passion.

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  4. Grüße den Berg nauf 🙂 Die Saison oder die nächste geht es auch für uns beide wieder eine Liga nauf 😉 Freu mich auf Deine Beiträge! Ich gestehe: aus Zeitgründen hab ich auch nicht alles gelesen 😉

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    • Das ist ja auch kein Wunder, dass ein Mandatsträger wie du wenig Zeit zum Blogbeiträge lesen hat. Aber ich bleibe euch ja erhalten und du weißt: Vorfreude ist die schönste Freude 😉

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